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Jede Fibel über Mitarbeitermotivierung weiß: Die Arbeitsmoral hebt man nicht mit Androhung von Strafen. Man muss auch loben können. Man muss sogar eine Konkurrenz des Gelobtwerdens inszenieren, um einen Wettlauf der guten Leistungen in Gang zu setzen.
Deshalb gibt es in jeder guten Firma die Wahl zum MITARBEITER DES MONATS. Immer wieder wird ein anderer Mitarbeiter herausgehoben, belobigt, geadelt, photographiert und den anderen als Vorbild über den Eingang gehängt: „Seht her! Er hat Besonderes geleistet! Wenn auch Du etwas Besonderes leistet, dann könntest auch Du hier weithin zu sehen sein.“
Die Sowjetunion und die DDR haben große Mitarbeiter des Monats (damals noch „Helden der Arbeit“) hervorgebracht: Alexei Grigorjewitsch Stachanow oder Adolf Hennecke. Ronald McDonald hat in seinen Filialen bereits über 100.000 Mitarbeiter geadelt.
Was in diesen Branchen funktioniert, kann dem Literaturbetrieb nur gut tun. Warum sollen nicht auch hier die guten Leistungen belohnt, statt die schlechten dauernd kritisiert werden? Hilft es nicht dem ganzen Betrieb, wenn es endlich wieder eine Konkurrenz des Guten gibt?
JAN FISCHER, zweiter Leiter „Personalmanagement“ bei lit06.de, hat seine Mitarbeitermotivierungsfibeln gelesen. Mit Folgen. Monat für Monat zeichnet er hier eine Person aus, die sich durch hervorragende Leistungen um den Literaturbetrieb verdient gemacht hat.
diesen Monat

>> Orhan Pamuk
im Januar:
>> Der KGB
im Dezember:
>> Natascha Kampusch
im November:
>> Gerhard Schröder
im Oktober:
>> Günter Grass
Jan Fischer
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