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„Daß ich eins und doppelt bin.“



Die allgemein grassierende Vereinzelung trifft ausnahmslos alle – sie verschont auch Dichter und Denker nicht. Immer wieder gab es Versuche, dem entgegenzusteuern und literarisch fabulierende Grüppchen zu gründen. So scharrten sich Autoren um Altmeister Grass in Leipzig und dementierten sofort, dies habe nichts – nein, wirklich gar nichts – mit der Gruppe 47 zu tun. Jedoch: Die Zeiten scheinen vorbei, die Versuche versackten in der Stille der Medien- und Literaturlandschaft. Zur literarischen Gruppenbildung bleibt nur übrig, endlich die Karten auf den Tisch zu legen, sich rückzubesinnen auf früher. Da wurde auch gedichtet und gedacht. Und die gesammelten Weisheiten sind in einem Memory ohne Umschweife auf den Punkt gebracht. 33 kluge Köpfe können sich gegenseitig feine Aphorismen zuwerfen, sich erhitzen, streiten, schlichten. So beruhigt Georg Christoph Lichtenberg mit: „Wir irren allesamt, nur jeder irrt anders.“ Und trotzdem, nicht aufgeben: „Ändere die Welt: Sie braucht es!“, ruft Brecht mit hochgeschlagenem Mantelkragen. So deckt man einen nach dem anderen auf, beim Dichter-Memory „Daß ich eins und doppelt bin“. Mal findet man die Weisheit, dann den – passenden – Kopf dazu. Ein feingesichtiger Georg Büchner, eine strenge Virginia Woolf, ein verschrobener Ringelnatz. Sie dürfen zwar nur Sprüche klopfen, aber manchmal ist es nicht schlecht, bei seinen Leisten zu bleiben. Den Rest kann sich der Spieler schon zusammenreimen.


Daß ich eins und doppelt bin – Ein Spiel um Dichter und Denker, erhältlich für 16,90 Euro bei der Büchergilde Gutenberg unter www.buechergilde.de.




Ariane Arndt



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