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Der Literaturbetrieb ist korrupt, das weiß jeder. Klüngelwirtschaft, Messepartys, Futterneid. Bis man da mal an ein ordentliches Aufenthaltsstipendium in Wiepersdorf oder im 1 1/2-Sterne-Bohème-Hotel vom Literarischen Colloquium Berlin kommt, muss man so viel Networking und Zeilenkriecherei betreiben, dass man gar nicht mehr zum echten Schreiben kommt. Aber wie soll man da eigentlich die Miete fürs eigene Zuhause bezahlen?
Der Künstler Winfried Baumann ermöglicht den Schritt in die neue Selbstständigkeit. Im neuen Diogenes-Style. Der fahrbare Wohnbehälter macht jedes Stipendium überflüssig. Eine Leichtmetalltonne, glänzend und stabil. Mit Rädern und ausziehbarer Liegefläche. In ihr kann man sich aufs Wesentliche konzentrieren. Aufs Schreiben. Beim "WBF 240 - Office" ist der Laptop inklusive. Ein Schlafsack und ein freier Geist sind alles, was man mitbringen muss. Notfalls klemmt ein Erste-Hilfe-Set im Tonnendeckel.
Urbane Penner waren gestern. Literary Networking auch. Die Autoren von morgen sind es, die ihr Ding on the road auf ihrem eigenen Weg durchziehen. Sie sind geographisch, gedanklich und sozial extrem mobil. Sie leben das richtige Leben. Und sie leben es, verflucht nochmal, außerhalb des falschen.
Preis auf Anfrage. Ausführliche Produkt- und Projektinformationen sowie weitere Modelle unter http://www.winfried-baumann.de/instant_housing/index.html.
Jan Oberländer
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