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lit07.de - Titelthema: lit.betrieb.

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Hypermarché


lit.folgen

Ein Wort gibt das andere


"Und wie stellen wir das an, Maier?" Die Frage schnellt wie ein fliegendes Rasiermesser durch den Raum. Ein halbes Dutzend Augenpaare starren auf Maier in der Mitte des Raumes. Ja, wie stellen wir das nur an? Maier schwitzt. "Wir brauchen …" Was bloß? "Wir brauchen mehr ergometrische Diversifikationsschnittstellen-Praktikabilität." --- Und wieder einmal hat ein unscheinbares Stück Pappe mit Drehscheiben und Fenstern eine unschuldige Angestellten-Existenz gerettet: Der Phrasenmäher. Einfach drehen und weiterreden oder weiterschreiben, als wäre nichts geschehen. In der Literatur seit Jahren erfolgreich im Einsatz: Grass, Enzensberger, jetzt auch Julie Zeh. Aber auch in der Politik zu gebrauchen. Die Lösung lautet: implizite Effizienz-Analyse! Oder Stress zuhause? No problem, honey: "Lass uns doch einfach mal unsere Paradigmenevaluierung überprüfen." Schon Schulkinder sollte das Einmaleins des Phrasendreschens erlernen: "Peter, wo ist deine Erörterung?" - "Ich arbeite noch an der Spezifikations-Determinierung." Der Phrasendrescher: Geeignet zum Abwürgen von Endlos-Diskussionen und viel eleganter als tja und ähm. Eine Erfindung für alle, die nicht vorhandene Kenntnis überspielen oder einfach nur mit Stille nicht zurechtkommen.


Zu beziehen bei der Felix Fechenbach Kooperative unter http://www.fechenbach.de/web/produkte/showgrp.php3?grp=spiel&typ=b für 3,50 Euro.

Oder als Phrasomat im Internet und http://www.must.de/default.html?Phrasoma.htm


Jan Berning


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