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| lit.folgen | Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt | |||
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Bekanntlich leben wir in einer Zeit, die das Inwendige außen trägt, die keine Schamgrenzen mehr kennt, die sich in öffentlichen Talkrunden und inszenierter Intimität eines Seelen- und Gefühlslebens versichert, das es eben deswegen nicht mehr gibt. Konsequenterweise schaltet daher Italien, das Land, aus dem unser europäischer Liebeshaushalt sich immer schon bedient hat, auf diese neue Äußerlichkeit auch buchkulturell um: Während man früher die wundervollen Geschichten mit Titeln wie „La volta buona“, „La città delle palme“ oder „Bambolina“ in der Tasche trug, die kleinen Bände erst in völliger Einsamkeit ans gedämpfte Licht holte und sich bei dann bei der Lektüre die Augen aus dem Schädel weinte, trägt man jetzt seine zerstäubten Träume von heldenhaften Männern, die noch Männer waren, und schutzbedürftigen Frauen, die noch Frauen waren, als Buchtasche mit sich herum. Im Buch finden sich nicht mehr die ganz großen Gefühle, sondern die Dinge, die den Menschen heutzutage ausmachen: der Geldbeutel, die Botox-Spritze für unterwegs, der Lippenstift, die Dauerkarte fürs Wellness-Studio. Dem Romantiker bleibt nur Petrarcas Seufzer:
Die Buchtaschen sind für 25 € zu haben bei http://www.magazzinisalani.it/borsa_libro/ oder bei http://www.parcolibri.it/gadget/borsaLibro.php
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