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Die nächste Ausgabe widmet sich ab Oktober 2006 dem Thema "Literaturbetrieb".
Einsendeschluss für Exposés: 1. August 2006.
Der Literaturbetrieb kocht. Mal wieder. Seit der Deutsche Literaturfonds beschlossen hat, die österreichische Zeitschrift Volltext mit 300.000 Euro zu fördern (damit die wiederum längst bekannte Autoren pusht!), ist der ganze Betrieb unter Verdacht geraten, ein undurchschaubares Netz-, Filz- und Strickwerk zu sein, in dem die Literatur verschoben und verschaukelt wird. Die Auseinandersetzung um Volker Weidermanns Literaturgeschichte hat ihr übriges getan. Wenn der Autor Maxim Biller den Kritiker Hubert Winkels im Literarischen Colloquium Berlin anlässlich einer Präsentation des Weidermann-Buchs als "Arschloch" bezeichnet, dann muss man sich um den Unterhaltungswert der Gegenwartsliteratur und ihrer Akteure keine Gedanken mehr machen. Die Sache läuft von selbst.
Für lit06.de ist es Grund genug, sich den Literaturbetrieb einmal näher anzuschauen. In unserer nächsten großen Themausgabe, die vom Oktober 2006 bis zum März 2007 in monatlichen Folgen erscheinen wird, werden wir deshalb Essays publizieren, die sich explizit mit den Institutionen des Literaturbetriebs und ihren Funktionsweisen auseinandersetzen: den Autoren, den Kritikern, den Verlagen, den Literaturhäusern, den Stipendiengebern, den Agenten, den Buchmessen, den Lesern, den Eventmanagern…
Dazu erscheinen Rezensionen zu literarischen und nicht-literarischen, populären und wissenschaftlichen Büchern, in denen der Literaturbetrieb eine Rolle spielt.
Mitmachen! Mitschreiben! Exposés schicken!
Wer dafür Essays oder Rezensionen schreiben möchte, sendet bitte bis zum 1. August 2006 ein Exposé im Umfang von maximal 2.000 Zeichen an redaktion lit06.de, Betreff: Ausgabe "Literaturbetrieb".
Das Exposé sollte knapp, aber sehr genau Inhalt und Form des Artikels skizzieren.
Die Texte werden dann mit Euch besprochen und in intensiver Auseinandersetzung redigiert, sodass beim ganzen Entstehungsprozess alle Seiten etwas lernen können
Wir freuen uns über eine rege Teilnahme.
P.S. In den Regalen des Hypermarchés ist im Übrigen immer Platz für Neuzugänge!
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